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Burg Clam
(Klam)
Chronik:
1147 beginnt Otto von Machland mit dem Bau der Burg. Otto ist im Land
ober- und unterhalb der Enns hoch angesehen.
1149 ist die Burg fertig gestellt. Otto stirbt noch im gleichen Jahr. Da
die Ehe mit seiner Frau Jeuta von Peilstein kinderlos blieb, kommt die
Burg über die Erbtochter von dessen Bruder Walchun an die Grafen Velburg.
Ulrich von Clam-Velburg trägt, bevor er auf einem Kreuzzug "enhalb des
mers" stirbt, "die grafschaft Clam dem hertzogen Leopolden" zu Lehen auf.
Ab dem 13. Jh. erscheint Clam als landesfürstliches Lehen der Holzer,
Hauser, Zinzendorf, Wolfensteiner, Seusenecker und als Besitz der
Prüschenk.
1454 erwirbt Christoph Perger die Burg und zudem den Titel „Graf von und
zu Clam“. Im Clamer Burgarchiv ist heute noch der Kaufbrief zu sehen. Die
Burg ist seither in Familienbesitz. Am Fuße der Burg bildet sich der Mark
Klam.
Im 30-jährigen Krieg leiden Markt und Burg. Der Markt wird bei
Belagerungen der Burg mehrfach verwüstet.
Im 17. Jh. heiratet Freiherr Gottfried von Clam Gräfin Sibylle von Kagenek.
Damit erlangt er auch die notwendigen Mittel um die Burg zu renovieren und
den Markt Klam wieder aufzubauen. Er baut die Ortskirche, einen Brunnen
und Wasserleitungen, stiftet ein Spital und schenkt jedem Bürger von Klam
einen Garten (Krautacker).
Im 18. Jh. werden die Wirtschaftsgebäude, Stallungen und Wagenremisen
erbaut, die heute den äußeren Burghof bilden. In weiterer Folge gestaltet
man die Wehrburg nach und nach zu einer Wohnburg um. Im Zuge dessen wird
der Burggraben zugeschüttet, die Zugbrücke weicht einer befestigte
Zufahrt.
1719 heirat Graf Carl Josef von Clam die Reichsgräfin Maria Anna von
Martinic. Die Vermögen und Ländereien der beiden Familien werden
miteinander vereint. Die Martinic gehören zu den bedeutendsten Familien
Böhmens. Jaroslav Martinic war einer der 3 Männern, die beim Prager
Fenstersturz hinab geworfen wurden. Dabei brach er sich nur den Arm. Wie
wir aber alle wissen, war dies der Auslöser zum längsten Krieg der
Geschichte.
Das Geschlecht der Grafen von Clam teilt sich danach in die Linien
Clam-Gallas, Clam-Clam und Clam-Martinic auf. Die Nachkommen dieser
Familienzweige kämpften auf allen Schlachtfeldern Europas.
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