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Burg Gnandstein
(Gnandstein)
Chronik:
Um 1210 wird die Burg gegründet.
Um 1220 entsteht der Palas.
1228 datiert die erste Erwähnung der Brüder Heinrich und Conrad von
Schladebach, die Ministeriale des Markgrafen von Wettin sind.
Mitte des 13. Jh. wird der Bergfried errichtet.
Um 1320 übernehmen die Grafen von Leißnig die Herrschaft.
Im 14. Jh. wird der Palas um ein Stockwerk erhöht und der Kemenatenflügel
mittels eines Überganges angebunden.
Um 1400 geht die Herrschaft an die Herren von Einsiedel über, in deren
Händen die Burg für mehr als 500 Jahre bleiben soll.
1409 datiert die erste urkundliche Bestätigung der Herren von Einsiedel
als Eigentümer der Burg. Die Anlage hat zu dieser Zeit durch die
Ausdehnung der Wettiner Besitzung bereits ihre strategische Bedeutung als
Grenzwarte gegen das reichsunmittelbare Pleißenland verloren.
Im 15. Jh. entsteht der südliche Torbau mit Zwinger und Übergang zum
Palas, gotische Wohnflügel über den südlichen und nördlichen Wehrkellern
und der Bergfried erhält eine Türmerstube.
Im 17. Jh. kommt es zu zahlreichen Zerstörungen:
1632 setzen schwedische Soldaten die Kemenaten in Brand.
1646 wird der Südflügel durch Blitzschlag stark beschädigt.
Noch vor Ende des 17. Jh. erhalten alle Bauten neue Dächer.
Im 18. Jh. finden weitere um- und Ausbauten statt.
1929 eröffnet Hanns von Einsiedel nach zahlreichen Restaurierungen und
Umbauten, u.a. auch im Bereich der spätgotischen Kapelle, das Heimatmuseum
Burg Gnandstein.
1939 verkauft Hanns seiner Tochter Sibylla, die seit 1932 mit Friedrich
Karl von Friesen / Rötha verheiratet ist, Burg und Rittergut Gnandstein.
Im Zuge der Bodenreform muss die Familie von Einsiedel und von Friesen die
Burg bzw. den Ort Gnandstein verlassen. Hanns von Einsiedel und seine Frau
Elfriede leben fortan bis zu ihrem Tod 1958 bzw. 1963 in den Räumen des
Schlosses Altenburg.
Die Burg kommt nach der wende in den Besitz des Freistaates Sachsen.
1990 setzen umfangreiche archäologische Grabungen im Bereich von Bergfried
und Torzwinger ein.
1994 wird der Südflügel statisch-konstruktiv überarbeitet und kurz darauf
innen renoviert.
Seit 2004 wird der Nordflügel komplett überarbeitet.
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