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Burg Gößweinstein
(Gößweinstein in der Fränkischen Schweiz)

Chronik:

Die genaue Entstehungszeit der Burg ist nicht bekannt, dürfte aber in der Mitte des 11. Jh. anzusiedeln sein.

1062 gibt es eine Fehde zwischen dem Grafen Hermann von Kastell und dem Grafen Goswin II von Garbfeldgau. Hermann, dessen Schwiegervater Heinrich von Schweinfurt früher das ganze Gebiet gehörte, stellt Erbansprüche. Fürstbischof Gunther von Bamberg wird angerufen den Streit zu schlichten. Vermutlich wäre die Wahl auf Hermann gefallen, doch Goswin hat Glück und kann sich durchsetzen, da Gunther wiederum in eine Fehde mit Kaiserin Agnes gerät und auf die Unterstützung von Goswins Streitmacht angewiesen ist.

1065 fällt Goswin I. in einem Feldzug gegen den Bischof von Würzburg. Sein Sohn Goswin II. tritt sein Erbe an und baut die Burg weiter aus.

Um 1100 kauft Bischof Otto I. von Bamberg die Burg und setzt Burgvögte, die sich nach der Burg Gössweinstein nennen.

1160 verfügt Kaiser Barbarossa, daß die Burg auf immer mit dem Bistum Bamberg vereint sein und kein Bischof es als sein Eigentum betrachten und belehnen dürfe. Trotzdem verkauft Bischof Eckenbert die Burg an Eberhard von Greifenstein, auch Graf von Schüsselberg genannt.

Um 1240 verteidigt Graf Konrad von Schüsselberg die Burg gegen die anrückenden Sachsen.

1347 fällt Konrad III. von Schüsselberg bei der Belagerung der Burg Neideck durch die Truppen der Bischöfe von Bamberg und Würzburg. Die Burg kommt damit wieder an das Bistum Bamberg. In den folgenden 250 Jahren besetzten die bambergischen Bischöfe die Burg immer mit adligen Lehnsmännern wie z. Bsp. den Herren von Streitberg, Aufseß, Rabenstein oder Plankenfels.

1430 fallen von Böhmen aus die Hussiten ein, doch der Fürstbischof von Bamberg erkauft den Rückzug der Feinde mit Geld.

1525 wird die Burg durch Bauern gestürmt und geschliffen, kurz darauf aber wieder aufgebaut.

1552 überfällt Albrecht von Brandenburg die Städte Bamberg, Würzburg und Nürnberg. Damit kommen 19 Ämter, darunter auch Gössweinstein, in dessen Hand.

1553 wird Albrecht bei Sievershausen geschlagen und die gesamten Ämter fallen wieder zurück an ihre vorherigen Besitzer. Die Bamberger Bischöfe verlieren aber den Gefallen an der Burg und besetzen sie fortan nur noch mit nichtadligen Amtmännern.

1633 rüstet man sich zum Krieg und wehrt erfolgreich einen Angriff der Schweden ab. Doch die Burg nimmt einigen Schaden.

Erst 1766/67 läßt Fürstbischof Philipp von Gebsattel die Schäden an der Burg ausbessern. Militärisch hatten Burg zu dieser Zeit keine Bedeutung mehr. Sie wurde deshalb mit einem Amt besetzt, daß den Zehnten einzog und Registraturen führte.

1802 geht die Burg nach der Säkularisation an den bayrischen Staat über.

1890 kauft Dr. Edgar Freiherr von Sohlern die Burg. Seitdem ist die Burg im Besitz dieser Familie ( heute: Gilbert Freiherr von Sohlern )