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Burg
Hirschhorn
(Hirschhorn am
Neckar)
Chronik:
Um 1200 hat vermutlich Bligger III. von Steinach-Harfenberg die Burg
erbaut. Da auf diesem Berg zahlreiche Hirsche leben, nennt er sich von
Hirschhorn. Zu Beginn steht wohl nur ein Turm. Die Burg ist zu der Zeit
dem Kloster Lorsch unterstellt.
1232, nach der Aufteilung des Klosters Lorsch, bleiben die Burgherren
kurmainzische Vasallen.
1317 finden wir die erste urkundliche Erwähnung als "burc hycreshorn".
Engelhard von Hirschhorn verschafft sich hohes Ansehen und ist sogar in
der Lage dem Mainzer Erzbischof, dem Pfalzgrafen, ja sogar Kaiser Ludwig
finanziell unter die Arme zu greifen !
1345 stiften Engelhard und sein Bruder die Burgkapelle, welche in Resten
noch im dem ehemaligen Palas erhalten ist.
1391 erhalten sie von König Wenzel für das Dorf das Stadt- und
Befestigungsrecht.
1583 läßt Ludwig I. von Hirschhorn die Burg schloßartig umbauen. Er stirbt
vor der Fertigstellung, doch seine Witwe vollendet sein Werk.
1632 stirbt mit Friedrich von Hirschhorn der letzte dieses Geschlechtes.
Obwohl er evangelisch ist, kann er im 30-jährigen Krieg Burg und Stadt vor
größeren Schäden bewahren. Die Burg fällt nach seinem Tod an Kurmainz
zurück, das wiederum
bis 1699 den Freiherrn Raitz von Frentz und später den Freiherrn von der
Recke mit der Burg belehnt. Ca. 100 Jahre ist die Burg dann noch Amtssitz
von mainzischen Beamten, ehe sie verlassen wird und langsam verfällt.
1803 wird Hirschhorn Sitz eines hessischen Amtes.
Ende des 19. Jh. erfolgen erste Sicherungsmaßnahmen an der Ruine.
Weitere Instandsetzungen werden im 20. Jh. vorgenommen.
1959 eröffnet das Hotel.
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