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Burg Rochsburg
(Lunzenau ST Rochsburg)

Chronik:

1195 wird die Burg erstmals urkundlich im Zusammenhang mit ihrem Erbauer Gutheros de Rochsburg erwähnt.

In den folgenden Jahrhunderten wechselt die Burg oft ihren besitzer. U.a. gehörte sie den Burggrafen von Altenburg und von Leisnig.

Bis ins 15. Jh. wird die Burg mehrfach erweitert. Unter dem Baumeister Arnold von Westphalen erhält sie ihr heutiges, schloßähnliches Aussehen, ohne daß dabei die Wehrhaftigkeit beeinträchtigt wird.

Im 16. Jh. wird der Bergfried auf 32 m Höhe aufgestockt.

1548 erwirbt Wolf II. von Schönburg das Schloß, welches im Schmalkaldischen Krieg geplündert und niedergebrannt wird. Er wollte es zu einem Wohnschloß ausbauen. Doch auch sein Werk blieb nicht erhalten, denn die Rochsburg brannte Ende des 16. Jahrhunderts aus.

In den folgenden Jahren wurde sie jedoch nach Vorlagen von 1548 bis 1552 wieder aufgebaut.

Der 30-jährige Krieg ging allerdings auch nicht spurlos vorbei und sorgte erneut für einen schlechten Zustand des Gemäuers.

Erst 1860/70 wurde sie restauriert, um den wirtschaftlichen Anforderungen des 19. Jahrhunderts zu entsprechen.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Rochsburg zu einem beliebten Wander- und Ausflugsziel. Im Jahre 1911 übernahm die gräfliche Familie von Schönburg-Wechselburg die Verwaltung des Schlosses. Seither befindet sich in der Kernburg auch ein Museum.

Seit der Wiedereröffnung der Burg 1948 werden in mehreren Räumen historische Möbel aus verschiedenen Epochen, so auch das komplett eingerichtete Jagdzimmer im ehemaligen Palais, sowie Porträts der Grafen von Schönburg gezeigt. Zu jener Zeit begann auch wieder die Nutzung der Jugendherberge.