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Burgruine Böckelheim
(Schloßböckelheim)
Chronik:
824 wird eine Burg „uilla Becchilenheim“ erstmals urkundlich erwähnt.
Um 1000 ist ein Herzog Cuno von Beckelnheim als Burgherr genannt.
Aus 1045 findet sich ein weiterer Eintrag als „Beggelinheim Castellium
Godefridi“.
1065 kommt die Burg mit dem Reichsgut zu Kreuznach an den Bischof von
Speyer.
1105 erlangt die Burg große Bekanntheit, als Kaiser Heinrich V. seinen
Vater Heinrich VI. in Ingelheim festnehmen und auf Burg Böckelheim
inhaftieren läßt.
1241 erwirbt der Graf von Sayn die Burg.
1277 kommt die Burg im Erbgang an Graf Heinrich von Sponheim.
1278 verkauft dieser die Burg an Erzbischof Werner von Mainz, der sie in
der nachfolgenden Fehde mit Graf Johann von Sponheim behaupten kann.
1282 gibt das Hochstift Speyer seine Zustimmung zum Verkauf und verzichtet
auf alle weiteren Rechte. Die Burg bildet von da an mit der Stadt
Sobernheim ein besonderes kur-mainzisches Amt.
1466 verpfändet Erzbischof Adolf die Burg gegen Wiederverkauf an den
Pfalzgrafen Ludwig von Zweibrücken-Veldenz.
1471 muß dieser jedoch, nach Eroberung durch Kurfürst Friedrich, auf die
Burg verzichten.
Im Reißbuch von 1504 wird der Zustand der Burg als ordentlich beschrieben.
1620 nehmen die Spanier im Verlauf des 30-jährigen Krieges die Burg ein.
1654 kündigen die Mainzer Kurfürst Ludwig Heinrich die Pfandschaft von
1466 und besetzen die Burg nach dessen Tod im Jahr 1674 mit Ihren
Burgmännern.
Zur Vermeidung eines Krieges unterstellt Kaiser Leopold das Amt einem
Sequestor.
1688 zerstören die Truppen Ludwigs XVI. im Verlauf des Pfälzischen
Erbfolgekrieges die Burg, die fortan als Ruine liegen bleibt.
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