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Burgruine Brömserburg
( Burgruine Niederburg Rüdesheim )
(Rüdesheim am Rhein)

Chronik:

Die genaue Entstehungszeit der Burg liegt im Dunkeln. Sie steht auf Resten eines Steinbaus aus dem 800 Jh. Fragmente davon sind im inneren der Burg noch auffindbar. Es ist aber davon auszugehen, daß bereits zur Römerzeit an gleicher Stelle ein mächtiger Wachturm stand, da Rüdesheim der Brückenkopf zum römischen Kastell Bingium ( heutiges Bingen ) war.

Im 11. und 12. Jh. wird die Burg von den Mainzer Erzbischöfen weiter ausgebaut und als Zollstation genutzt.

Als dann zu Beginn des 13. Jh. die Burg Ehrenfels zusammen mit dem Mäuseturm zur neuen Zollstätte wird, verliert die Niederburg ihre Bedeutung. Sie kommt in die Hände der Ritter von Rüdesheim, ein Zweig dieser Ritter sind die Brömser, sie leben mehrere Generationen hindurch in diesem Gemäuer, daher auch der Name Brömserburg.

Als im 15./16.Jh. die Feuerwaffen aufkommen und die Burg nicht mehr viel Schutz vor feindlichen Überfällen bietet, erbauen sich die Brömser in Rüdesheim ein komfortables Wohnhaus, den Brömserhof.

Nach dem Aussterben der Familie Brömser kommt die Burg an die Grafen von Metternich, die kein Interesse an dem alten Gemäuer haben.

1640 wird ein Teil der Burg, inkl. des mächtigen Bergfriedes, den man auf alten Stichen noch ausmachen kann, durch die Truppen des Herzogs von Longueville zerstört.

1811 erwirbt Graf Friedrich Karl Josef von Ingelheim und seine Gemahlin Antoinette die Ruine.

Von 1811 bis 1813 wird die Burg von keinem Geringeren als dem herzöglich-nassauischen Hofbaumeister Georg Moller in eine dem damaligen Zeitgeschmack angepassten und wie es hieß „romantische Wohnburg“ umgestaltet.

In den folgenden Jahren avanciert die Burg zu einem Besuchermagneten. Berühmte Persönlichkeiten, wie z. Bsp. Johann Wolfgang v. Goethe, Heinrich Heine, die Gebrüder Grimm oder Felix Mendelssohn-Bartholdi tragen sich das Gästebuch ein.

Bis 1937 ist die Burg bewohnt.

1940 wird sie an die Stadt Rüdesheim verkauft. Während des Krieges werden darin Gefangene untergebracht, kurz nach dem Krieg Flüchtlinge. In den folgenden Jahren renoviert man das Gemäuer und

1950 eröffnet offiziell man das Weinmuseum.