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Burgruine Burglengenfeld
( Burg Lengenfeld, Burg am langen Felde)
(Burglengenfeld a.d. Naab)

Chronik:

Schon im 9. Jh. stand auf dem Bergrücken eine Befestigung. Genaue Überlieferungen gibt es aber keine.

Ab 1050 sind die Herren von Lengenfeld urkundlich nachgewiesen.

1116 geht die Grafschaft durch den Tod von Graf Friedrich III. von Lengenfeld an die Wittelsbacher über. Erbtochter Heirika zu Lengenfeld hatte zuvor Pfalzgrafen Otto V. von Wittelsbach geehelicht. Deren Sohn wurde erster Wittelsbacher Herzog von Bayern ! Otto läßt die Burg von 1123 – 1146 umfangreich ausbauen.

Um 1146 sind die Brüder Adalberg und Rupert aus dem Geschlecht der Wolf von Göggelbach Herren auf der Burg.

1265 stattet der letzte Stauferkaiser Konradin der Burg einen Besuch ab.

1287 feiert Herzog Ludwig der Strenge die Vermählung seiner Tochter Mechthild mit Herzog Otto IV. von Braunschweig im Rittersaal der Burg.

Um 1300 wohnt Kaiser Ludwig der Bayer 2 Jahre auf der Burg.

Am 20. März 1347 wird die Burg von Herzog Rudolph an den Landgrafen Friedrich von Meißen verpfändet und

am 27. März 1347 an den Landgrafen Heinrich von Hessen verkauft.

Am 21. Oktober 1347 kommt die Burg, nach dem Tod von Kaiser Ludwig dem Bayer, an die Markgrafen Ludwig den Römer und Otto.

Am 16. Oktober 1356 verpfändete diese die Burgherrschaft an Jörg den Auer.

1356 – 1358 ist Heinrich von Sinzenhofen Pfleger und damit Burgherr zu Lengenfeld.

Am 10. März 1358 erhalten Pfalzgraf Ruprecht und seine Gemahlin Elisabeth die Burg.

1410 kommt die Burg als Pfand in den Besitz von Herzog Johann von Neunburg.

Erst 1452 löst Herzog Albrecht die Burg wieder aus.

Um 1500 lebt der Pfleger Hans Zenger auf der Burg.

1505 fällt die Burg an das Fürstentum Pfalz Neuburg, an die Söhne Ruprechts - Ottheinrich und Philipp.

Ab 1512 leben die beiden Brüder auf der Burg.

Am 2. Juni 1522 feiern die beiden Herzöge im Rittersaal ihren 18. Geburtstag.

Ab dem 16. Jh. sind verschiedenen Landrichter auf der Burg eingesetzt.

Am 18. November 1633 wird die Burg von Schweden unter der Führung von Oberst reinhold von Rosen eingenommen.

1648 ist Wolfgang Arian von Spiring Landrichter auf der Burg.

1702 – 1713 wird die Veste durch die Truppen von Kurfürst Max Emanuel belagert.

1741 – 1748 ist die Burg im Österreichischen Erbfolgekrieg abwechselnd von Österreichern und Franzosen besetzt.

1803 wird die Burg auf Abbruch verkauft.

1806 – 1814 werden große Teile der Kernburg abgebrochen und abtransportiert.

1814 unterbindet König Ludwig von Bayern den Abbruch.

1864 erwirbt der Kreis Oberpfalz und Regensburg das Burgareal für 3400 Gulden.

1874 – 1938 dient die Burg als Erziehungsanstalt für Knaben.

1938 – 1945 ist der ehemalige Getreidekasten Haupt- und Wohngebäude für die Hitler-Jugend.

1945 – 1948 ist die Burg Quarantänestation.

1948 – 1951 dient die Burg als Ausweichquartier für die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll ( Regensburg ).

1951 verkauft der Bezirk Oberpfalz die Burganlage an den Kaufmann Vogt. Diese kam aber in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

1967 ersteigert der Gelsenkirchener Kaufmann und Kunstliebhaber Erich-Gottfried Heuser die Burganlage.

Seit 1968 betreibt die Familie Heuser in der Burg ein heilpädagogisches Institut als Therapie-, Förder- und Bildungsstätte.