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Burgruine Eisenberg
(Eisenberg OT Zell)

Chronik:

Um 1315 erbaut Peter von Hohenegg die Burg. Das Geschlecht der Edelfreien von Hohenegg, dass vorher auf in Österreich liegenden Burgen sesshaft war, wurde 1312/1313 von Graf Meinhard II. von Tirol im Kampf um das staufische Erbe Konrads IV. nach Norden verdrängt und setzte sich auf dem Eisenberg fest.

1340 wird „burch isenberch“ als Kemptenerisches Klosterlehen erstmals urkundlich erwähnt.

1382 verkauft Bertold von Hohenegg die Burg für 2.000 Gulden an Erzherzog Leopold III. von Österreich.

1390 gibt dieser sie als Lehen an Bertholds Schwiegersohn Friedrich von Freyberg weiter. Dessen 3 Söhne Peter, Heinrich und Friedrich teilen sich noch zu Lebzeiten des Vaters das Erbe. Heinrich und Peter bleiben auf der Stammburg, während Friedrich sich sein Erbe auszahlen lässt und auf der gegenüberliegenden Bergkuppe die Burg Hohenfreyberg ( siehe hierzu Burgruine Hohenfreyberg ) erbaut.

1462 überfällt Jörg von Freyberg 5, mit venezianischen Waren beladene, Kaufmannswagen.

1487 sind es Hans von Freyberg, Kaspar von Laubenberg und Stephan von Schwangau, die einen Kaufmannszug überfallen, der Waffen von Belgien nach Venedig bringen soll.

Hintergrund dieser Überfälle ist, dass der Österreichische Herzog mit den Venezianern in Streit liegt und seinen Dienstmannen deshalb befielt, nach Venedig ziehende Kaufleute zu plündern. Erst als König Maximilian I. interveniert, geben sie die Beute zurück.

1495 wird den Freybergern hohe Ehre zu Teil, als man ihnen als Reichslehen die Schirmherrschaft über die Handwerkerzunft der Kesseler verleiht, die nicht nur Kessel fertigen, sondern auch Helme, Harnische und Rüstungen.

1525 wird die Burg im Bauernkrieg eingenommen und geplündert. Die Bauern räumen die Burg erst, als alle Vorräte aufgebraucht sind.

1531 richtet ein Blitzschlag schwere Schäden an.

1532 wird den Freybergern von Kaiser Karl V. die Blutgerichtsbarkeit verliehen.

Bis 1535 setzt Volker von Freyberg die Burg, finanziert durch Entschädigungszahlungen der Bauern, wieder teilweise instand.

1646, im 30-jährigen Krieg, befielt die Kaiserliche Regierung die Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg, sowie die nahe gelegene Ruine Falkenstein zu räumen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion holt man 20 Wagenladungen Inventar aus den Burgen und bringt es in Sicherheit. Die Burgen werden dann aus Angst vor den anrückenden Schweden und Franzosen und vor dem Kommandanten der Festung Hohentwiel, Konrad Widerholt, in Brand gesetzt, damit diese nicht zu einem Stützpunkt ausgebaut werden können. Danach bleibt die Anlage als Ruine liegen.

1805 kommt die Ruine in bayerischen Staatsbesitz.

1985 erwirbt die Gemeinde Eisenberg die Ruine. Seitdem werden durch den Verein zur Erhaltung der Ruine mit Unterstützung des Freistaates Bayern, des Landkreises Ostallgäu und der Gemeinde Eisenberg, sowie privater Spenden fortdauernd Sanierungsarbeiten durchgeführt.