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Burgruine Lindelbrunn
( Burg Lindenbol, Lindenborn )
(Vorderweidenthal)
Chronik:
Die Burg wird Mitte des 12. Jhs., vermutlich als Reichsburg zum Schutze
des Trifels, errichtet.
1268 findet mit Ministerial Dieter von Lindelbol zum ersten Mal ein
Lindelbrunner urkundliche Erwähnung. Er ist der Sohn von Reichstruchseß
Markward von Annweiler. Dies und der Umstand, daß Palas und Kapelle von
Meisterhand gefertigt wurden, lassen erahnen, daß die Lindelbrunner ein
reiches und einflußreiches Geschlecht waren.
Die Lindelbrunner sterben im 13. Jh. Aus. Nicht anders ließe sich
erklären, daß König Rudolf von Habsburg sie als eingezogenes Reichslehen
1274 an die Leiniger Grafen Emich IV. und Friedrich III. weiter reicht.
Im Laufe der Zeit wird der Lindelbrunn zur Ganerbenburg. Durch
Verpfändungen von Burgteilen wächst die Zahl der Miteigentümer so stark,
dass es zu Streitigkeiten kommt.
1381 wird die Nikolaus-Kapelle erstmalig in einer Urkunde erwähnt.
1440 belagern Truppen von Kurpfalz und des Speyerer Bischofs die Burg
vergeblich.
1450 nehmen Bernhard von Leiningen und Friedrich von Bitsch die Burg ein
und beenden so die Streitigkeiten.
Im Bauernkrieg von 1525 wird die Burg von aufständischen Bauern
niedergebrannt. Sie bleibt fortan unbewohnt und verfällt.
Seit 1963 ist die Burg im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz und
untersteht der staatlichen Burgen- und Schlösserverwaltung.
1979- 1981 finden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt, bei denen die
Reste der freistehenden Kapelle aufgemauert und ergänzt werden.
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