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Festung
Hohenwerfen
(Werfen)
Chronik:
1075 – 1078 läßt der Salzburger Bischof Gebhard, Graf von Helfenstein (
1060 – 1088 ), die Burg zusammen mit den Burgen Hohensalzburg und
Friesach zum Schutz der Handelsstraße erbauen.
1088 stirbt Gebhard auf der Burg.
1125 – 1145 läßt Erzbischof Konrad I. von Abensberg die Burg weiter
ausbauen. Der Palisadenzaun weicht einer steinernen Burgmauer.
1139 datiert die erste urkundliche ERwähnung der Burg.
1211 verzichtet der Herzog Leoplod II. von Österreich auf Entschädigung
für die Aufagbe seiner Lehenshoheit über die Güter des Burggrafen von
Hohenwerfen.
1299 müssen die Guetrater ihr gesamtes Eigengut dem Erzbischof übergeben
und erhalten es als Lehen zurück.
Nach Erweiterung des Pflegegerichts wird die BUrg im 15. Jh. wieter
ausgebaut.
1525 wird die Burg im Bauernkrieg in Brand gesteckt.
Anschließend lässt Erzbischof Mattäus Lang von Wellenburg ( 1519 – 1540
) die Burg reparieren und durch Basteien und weitere Wehrmauern
verstärken.
Sein Nachfolger Erzbischof Johann Jakob von Kuen-Belasy ( 1560 – 1586 )
baut die Burg schließlich zur Festung aus.
1800 während der Franzosenkriege werden die wertvollen historischen
Geschütze abtransportiert und durch die eigenen Leute (!) verschachert.
1804 zieht man nach einem Besuch des neuen Kaisers Franz I. die
Besatzung ab und räumt die Festung aus.
1898 erwirbt Erzherzog Eugen die Festung und läßt sie im Stil der Zeit
restaurieren und einrichten.
Im Jahre 1931 bricht auf der Burg ein Brand aus, der weite Teile des
Osttraktes, des Südtraktes mit dem Kapellenturm und auch des Nordtraktes
zerstört.
1938 geht die Burg in den Besitz des Gaues Salzburg über und wird bis
1987 von der österreichischen Bundesgendarmerie als Ausbildungsstätte
genützt.
Die Festung wird unter Erzherzog Eugen wieder zum Teil repariert.
1938 muß dieser sie jedoch an die nationalsozialistische Gauleitung
abtreten. Während des Zweiten Weltkrieges befindet sich hier das
Schulungszentrum der NSDAP.
Mit Ende des Weltkrieges geht die Festung in den Besitz des Landes
Salzburg über. Sie dient zunächst als Ausbildungszentrum für die
Gendarmerie.
1968 fungiert die Festung als Kulisse für den Spielfilm Agenten sterben
einsam mit Clint Eastwood und Richard Burton.
Seit 1987 ist sie für den Tourismus freigegeben.
2003 wird die Festung als französisches Hotel im Film Voll verheiratet
mit Ashton Kutcher und Brittany Murphy genutzt. Ebenfalls als
Filmkulisse diente die Anlage für den Fünfteiler Das zehnte Königreich.
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