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Festungsruine Heidelberg
( Heidelberger Schloß )
(Heidelberg)

Chronik:

1225 wird erstmals ein "castrum in heidelberch cum burgo ipsius castri" erwähnt.

1303 ist die Rede von zwei Burgen. Aufgrund von Funden ist davon auszugehen, daß die untere Burg die ältere war.

1346 läßt Kur-Fürst Ruprecht I. die Cappella Rupertina errichten, von der im Fundament des Schloßbaus noch Reste erhalten sind.

Um 1400 erbaut der von den Kur-Fürsten zum deutschen König gewählte Ruprecht III. den Ruprechtsbau. Des weiteren entstehen in der Folge die Bastionen Krautturm, dicker Turm, Glockenturm und Apothekerturm, womit die Festung Ihren Ursprung findet.

Im 16. Jh. läßt Kur-Fürst Ludwig V. den Festungskomplex weiter ausbauen. Der dicke Turm wird aufgestockt, der Festungsgraben ausgehoben und Brückenhaus und Torturm kommen dazu. Gleichzeitig entstehen im Inneren der Festung weitere Wohnbauten wie der Ludwigsbau, der Bibliotheksbau, der Frauenzimmerbau und der Soldatenbau mit anschließender Brunnenhalle und Wirtschaftsgebäude.

1537 wird die obere Burg, die an Stelle der heutigen Molkekur stand und nur noch als Pulverlager diente, durch Blitzschlag zerstört.

Im 16. und 17. Jh. erhält die Festung aufgrund von Umbauten, veranlaßt durch die Nachfolger Ludwigs, Friedrich II. und Friedrich VI., mehr und mehr das Gesicht eines repräsentativen Schloßes. Die Wehrbauten geraten in den Hintergrund.

1589 - 1592 läßt Johann Kasimir im Keller des Friedrichsbaus das weltgrößte Weinfaß seiner Zeit erbauen.

1618 nimmt Friedrich V. die Wahl zum König von Böhmen an, was unmittelbar den 30-jährigen Krieg auslöst. Doch seine Amtszeit dauerte nur wenige Wintermonate. Er ging als "Winterkönig" in die Geschichte ein. Das Schloß erfuhr derweil im Verlauf des 30-jährigen Krieges die ersten Zerstörungen.

Zwischen 1650 und 1680 lassen seine Nachfolger Karl Ludwig und Karl die Festung wieder ausbessern. Unter Karl entsteht sogar noch ein neues Festungswerk - die Karlsschanze mit dem Karlsturm.

1688 besetzen die Truppen Ludwigs XVI. Stadt und Schloß.

1689 brennen sie das Schloß nieder und sprengen die Bollwerke.

Endes des 17. Jh. denkt Johann Wilhelm über einen kompletten Abbruch der Anlage und einen Neubau am Neckarufer nach. Doch sein Sohn Karl Philipp kann ihn von dieser Idee abbringen.

1693 läßt Johann Wilhelm die Toranlage wieder herrichten.

1718 läßt Karl Philipp auf die Schloßbauten neue Dächer aufsetzen.

1764 brennt, verursacht durch einen Blitzeinschlag, das gesamte Schloß aus. Es bleibt fortan als Ruine liegen.