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Kaiserpfalz Bad Wimpfen
(Bad Wimpfen am
Neckar)
Chronik:
Die Anfänge von Bad Wimpfen sind ungeklärt. Berichte, dass die Kelten auf
dem Bergsporn über dem Neckar eine Fliehburg, die Römer hier ein
Dianaheiligtum und einen Merkurtempel errichtet haben sollen, sind zwar
glaubhaft, aber letztlich ebenso nicht belegbar wie die Existenz einer
merowingischen Burg. Nur eins ist sicher überliefert.
1182 finden wir den ersten urkundlichen Beleg, als Kaiser Friedrich
Barbarossa die Stadt vom Bischof von Worms zu Lehen bekommt. Dieses Datum
gilt gemeinhin als Ursprungsjahr der Kaiserpfalz. Friedrich läßt eine
mächtige Kaiserpfalz errichten. Insgesamt sollen 4 Stauferkaiser während
der Zeit Ihrer Regentschaft hier Ihr Qualtier nehmen.
Von Heinrich VI. sind drei
Aufenthalte in Wimpfen nachweisbar, und der große Friedrich II. war acht
Mal hier. Von allen Staufern aber weilte der unglückliche König Heinrich
(VII.), den die Geschichtsschreibung nur mit Klammern in der Reihe der
mittelalterlichen Herrscher nennt, am häufigsten in Wimpfen.
1218 weilt er als Kind hier und
1235 noch einmal. Doch diesmal in unrühmlichen Umständen. Sein
kaiserlicher Vater hatte den aufmüpfigen Sohn, auf seinem Weg in die
Verbannung nach Italien, hier Rast machen lassen.
1300 wird Wimpfen, nach der Zeit der Staufer, freie Reichsstadt, obgleich
die Bischöfe von Worms und die Herren von Weinsberg beharrlich probieren
die Stadt in ihre Hand zu bekommen.
Im 15. Jh. verliert Wimpfen ein wenig seine Bedeutung als freie
Handelsstadt, da zum einen Regensburg eine Donaubrücke baut, über die viel
des bisherigen Handels läuft und zum anderen die benachbarte Neckarstadt
Heilbronn sich immer stärker und schneller entwickelt.
Anfang des 16. Jh. wird Wimpfen weitgehend protestantisch, was in erster
Linie dem engagierten evangelischen Geistlichen und Theologen Erhard
Schneps zuzuschreiben ist.
Vom Bauernkrieg ( 1525 ) bleibt Wimpfen weitgehend verschont.
Dafür trifft der 30-jährige Krieg ( 1618 - 1648 ) die Stadt und Ihre
Bewohner um so härter.
1622 tobt vor den Toren der Stadt einer der größten Schlachten des Krieges
in der der kaiserliche General Tilly den Markgrafen von Baden vernichten
schlägt. Es gibt tausende von Toten. Und nach der Schlacht folgen in der
Stadt Brandschatzung, Raub und Mord. Immer wieder bauen die Bewohner ihre
Häuser auf, bis die nächsten Besatzer sie wieder niederbrennen. Am Ende
des Krieges lebt nur noch 10 % der Bevölkerung von Wimpfen ! Die
Sakralbauten werden zu Steinbrüchen mißbraucht. Die bedeutende Zeit des
Barock zieht nahezu spurlos an Wimpfen vorbei. Aus der einst mächtigen
freien Handelstadt wird ein armes Landstädtchen.
1783 kommt es zur "Wimpfener Holzrevolution" weil der Senat aus Geldnot
heraus, das freie Recht des Holzschlagens beschneiden will.
1803 kommt Wimpfen nach den Kriegen der franz. Revolution an Hessen.
1817 ist das Jahr des Wiederauferstehens von Wimpfen. Man baut die Saline
Ludwigshöhe und
1835 wird das Kur-Hotel Marienbad ein wichtiger Anziehungspunkt der
Region.
1930 wird Wimpfen das Prädikat "Bad Wimpfen" ausgesprochen.
Nach dem 2. Weltkrieg wird Bad Wimpfen von der amerikanischen Besatzern
und gegen den Willen der Bevölkerung dem Land Baden zugesprochen.
1951 kommt es zu einer Volksbefragung. Da hatte man sich aber schon
weitgehend Richtung Baden orientiert, so daß Bad Wimpfen auch weiter
badisch bleibt.
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