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Burg Limburg
( Fürstliches Schloß Hohenlimburg )
(Hagen ST Hohenlimburg)

Chronik:

Die Gründung der Burg Limburg erfolgte im Kontext des Isenberger Erbfolgestreits ( 1230 – 1243 ), als Graf Dietrich I. von Isenburg-Limburg 400 m südlich der 1230-1232 von ihm angelegten Burg auf dem Schleippenberg die neue Burg Limburg ( „novum castrum de lymborgh“ ) erbauen läßt.

1288 steht Dietrich im Limburger Erbfolgestreit ( 1280 – 1288 ) auf der Seite des Kölner Erzbischofs Siegfried von Westerburg. In der Schlacht bei Worirngen unterliegt er Eberhard II. von der Mark. Der nimmt daraufhin die Limburg ein und hält sie bis 1304 besetzt.

Unter Graf Dietrich IV. von Limburg-Isenberg ( 1364 – 1401 ) der Ausbau der Vorburg.

1459 erlischt das auf der Limburg regierende Geschlecht der Isenberger, wodurch Burg und Herrschaft im Erbgang an die Grafen von Neuenahr fällt. Erbansprüche des Wilheim II. von Broich führen noch im gleichen Jahr zu einer Teilung des Besitzes. Wilhelm läßt seinen Teil der Burg von den Herren von Nesselrode verwalten.

Erst unter Gumprecht IV. ( 1546 – 1575 ) gelangt die Burg durch einen Heiratsvertrag wieder in den Alleinbesitz des Hauses Neuenahr

1584 wird die Burg durch Kurkölnische Truppen belagert und eingenommen, weil Gumprechts Nachfolger Graf Adolf sich auf die Seite des zum Protestantismus konvertierten Erzbischofs Gebhard Truchsess von Waldburg ( 1577 – 1612 ) geschlagen hatte.

1592 kommt die nach wie vor besetzte Burg durch die Heirat von Adolfs Schwester Magareth mit Graf Arnold von Bentheim-Tecklenburg an das Haus Bentheim.

Erst 1610 räumen die kölnischen Truppen wieder die Burg.

1633 – 1636 besetzen kaiserliche Truppen unter der Führung von Lothar Dietrich von Bönninghausen die Burg. Ein Brand zerstört die Vorburg. Im Zuge der Wiederaufbauarbeiten wird auch der Bergfried bis auf das 1. Stockwerk abgetragen.

Im 18. Jh. unter der Regenschaft von Graf Moritz Casimir I. von Bentheim-Tecklenburg ( 1732 – 1768 ) erlebt die zum Schloß umgebaute Burg nochmals eine Blütezeit. Sie bleibt bis 1756 seine Residenz.

Während des 7-jährigen Krieges ( 1756 – 1763 ) leidet das Schloß unter der Einquartierung französischer Truppen.

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jhs. fungiert die Burg nur noch als Sitz der landesherrlichen Behörde.

1801 entsteht im Schloßhof ein Gefängnis.

1807 wird das kleine Territorium dem Großherzogtum Berg einverleibt und fällt

1815 an Preußen.

1817 wird Graf Emil von Friedrich von Bentheim-Tecklenburg vom preußischen König in den Fürstenstand erhoben.

Ab 1879 wird das Schloß Hohenlimburg genannt.

1903 dient das Schloß Prinz Karl von Bentheim und seiner Frau als Wohnsitz.

Seit 1947 beherbergt das Schloß die Sammlung des Regionalmuseums.

Seit 1988 ist das Kaltwalzmuseum im alten Palas untergebracht.

2008 werden der Höhengarten, der Wehrgang und das Kaltwalzmuseum restauriert.

Die Burg ist heute noch in fürstlichem Besitz.