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Burgruine Are
( Burgruine Altenahr )
(Altenahr)

Chronik:

Im 10. Jh. teilt sich das Geschlecht der Grafen von Are in 3 Linien: Are-Hochstaden, Are-Nürburg und Are-Neuenahr.

1121 wird erstmals eine "burc are" erwähnt. Erbaut wurde sie vermutlich durch Theoderich von Are-Neuenahr, der 1105 genannt ist.

Nachdem die ältere Linie der Grafen von Are um 1160 ausstirbt, kommt die Burg mit dem dazugehörigen Besitz an die Häuser Are-Hochstaden und Are-Nürburg.

1166 und erneut 1202 wird festgelegt, daß die Burg gemeinsamer Besitz beider Linien bleiben soll. Schon vorher war sie Ganerbenburg.

1205 wird Graf Lothar von Are-Hochstaden alleiniger Besitzer der Burg. Lothars gleichnamiger Sohn stirbt kinderlos und somit erlischt diese Linie. Die Burg erbt Lothars Bruder Friedrich, Propst in Xanten.

1246 schenkt dieser die Burg dem Erzbistum Köln. Unter der Herrschaft des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden, der auch ein Bruder Lothars war, wird die Burg ausgebaut. Sie wird zu einem Kur-Kölner Amtssitz.

1347 läßt Erzbischof Walram die Burg weiter befestigen. Zudem entstehen Burgmannensitze innerhalb ( Gymnich ) und außerhalb ( Uprath ) der Burg.

Im 15. Jh. verpfänden die Kölner die Burg mehrfach, u.a. 1426 an den Amtmann Werner von Vlatten gegen die Auflage 600 Gulden an der Burg zu verbauen.

Ab dem 16. Jh. wird die Burg nur noch instand gehalten.

1690 wird sie nach 9-monatiger Belagerung durch franz. Truppen eingenommen.

1697 ziehen die Franzosen ab, doch besetzten sie im spanischen Erbfolgekrieg erneut die Burg.

1706 folgt eine kurkölnische Besatzung, die aber Bevölkerung und Umland so drangsaliert, daß der Kölner Kurfürst Joseph Clemens mit Hilfe von Amtsunternanen

1714 die Burg erobern und sprengen läßt. Von da an ist sie Ruine.

1990 findet eine umfassende Sanierung der Ruine statt, die kurz zuvor durch eine Schenkung von der Erbengemeinschaft Tepel an die Ortsgemeinde Altenahr gekommen war. Beim Materialtransport kam ein Hubschrauberpilot unter dramatischen Umständen ums Leben.