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Burgruine Drachenfels
(Königswinter)

Chronik:

Im 12. Jh. läßt der Kölner Erzbischof Arnold I. ( 1138 – 1151 ) die Burg mit dem den trutzigen Bergfried aus Trachytstein errichtet. Sie sollte zusammen mit der Wolkenburg das kurfürstliche Territorium gegen die Grafschaft von Sayn schützen. Kurz darauf stürzt ein Teil des Turm ein.

1149 wird sie dem Bonner Cassiusstift zu Lehen gegeben, dessen Probst Gerhard von Are den Bau bis 1167 vollendet.

1176 macht das Stift den Ritter Godart zum Burgverwalter. Er nennt sich fortan nach Burg und Berg von Drachenfels und führt den silbernen Drachen auf rotem Feld als sein Wappen. An dieses Zeichen knüpft die Sage von Siegfried an, der den in der Höhle lebenden Drachen erschlagen und in seinem Blut gebadet haben soll.

Im 13. und 14. Jh. dient der Burgberg als Trachytseinbruch und macht seine Burggrafen zu wohlhabenden Männern.

1425 werden Burg und Amt Wolkenburg an die Grafen von Drachenfels verpfändet.

1530 stirbt das Geschlecht der von Drachenfels aus.

1583 verteidigen im Kölner Krieg 180 bayrische Schützen gemeinsam mit wallonischen Soldaten aus Königswinter die Burg gegen Kölner und Kur-Pfälzer Truppen.

Im 30-jährigen Krieg ist die Burg abwechselnd von Schweden und Spaniern besetzt. Dies bringt so viel Leid unter der Bevölkerung, dass der Kölner Kurfürst die Burg 1634 schleifen läßt.

1642 spricht man nur noch von der Ruine auf dem Drachenfels.

1780 fällt die Burgkapelle dem Steinbruch ( auch  Domkaul genannt, weil hier im 13. Jh. die Steine für den Bau des Kölner Domes gebrochen wurden ) zum Opfer. Weitere Teile der Burg stürzen nach und nach ein.

1828 verbietet der Regierungspräsident in Köln die Fortsetzung des Steinbruchs.

1836 kauft der preußische Staat den oberen Teil des Berges mit der Ruine um sie auf Dauer zu schützen.

1972 wird ein Stahlankersystem installiert, um das auseinanderbrechen des Berges zu verhindern.