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Burgruine Obermurach
( Burgruine Haus Murach )
(Obermurach)
Chronik:
Im 12. Jh. läßt Grafen Berengar von Sulzbach die Burg erbauen und setzt
Ministerialien zur Verwaltung der Burg ein.
1110 wird mit "Gerunc de Mourach" erstmals ein Burgministerial
urkundlich erwähnt.
1188 fällt die Herrschaft im Erbgang ( die Grafen von Sulzbach waren im
Mannesstamm erloschen ) an die eingeheirateten Grafen von Ortenberg aus
Passau. Später nennen diese sich sogar Grafen von Murach. Die
Ministerialenfamilie mit dem Leitnamen Gerunc bleibt aber in Obermurach
präsent.
1268 – 1272 müssen die Ortenberger Grafen Diepold und Rapoto aufgrund
von Erbstreitigkeiten die Burg an den oberbayerischen Herzog Ludwig
verkaufen, der die Anlage fortan durch seine Dienstmannen besetzen läßt.
1329 fällt die Burg aufgrund des Hausvertrags von Pavia an die
Pfälzische Linie der Wittelsbacher, von der sie erst 1628 unter Kurfürst
Maximilian I. wieder an die bayerische Linie zurückkommt.
1353 gliedert Kaiser Karl IV: die Veste in sein "neuböhmisches"
Territorium in der Oberpfalz ein, wird wenig später aber wieder
pfälzisch.
1428 und 1433 wird die Burg widersteht die Burg dem Angriff von
Hussiten, was den stetigen Ausbauten im 14. und 15. Jh. zu zuschreiben
ist.
1489 ist Albrecht von Murach Mitglied im Löwleraufstand gegen den
bayerischen Herzog. Die Burg übersteht diesen und sogar den
Dreißigjährigen Krieg relativ unbeschadet, was jedoch dadurch zu
erklären ist, dass sie ihre militärische Bedeutung mittlerweile verloren
hatte.
1803 werden Amt und Pflegegericht Murach im Zuge der bayerischen
Gebiets- und Verwaltungsreform nach Neunburg vorm Wald verlegt und die
Burg an einen Privatmann veräußert. Der wiederum bricht Teile der Burg
ab und verkauft die Steine im Ort als Baumaterial.
1842 kauft der Staat die Ruine zurück und es finden erste
Sicherungsmaßnahmen veranlasst durch das Landgericht Oberviechtach
statt.
Heute gehört die Ruine dem Freistaat Bayern.
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