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Burgruine Ulmen
(Ulmen)
Chronik:
Im 11. Jh. erbauen die Herren von Ulmen direkt am Steilhang des Ulmer
Maars Ihre Stammburg.
1130 wird die Burg „Ulmina“ erstmals urkundlich erwähnt.
1202 zieht Ritter Heinrich von Ulmen mit dem 4. Kreuzzug ins Heilige Land.
Entgegen der ersten Kreuzzüge war dieser, wenn wundert’s, mehr von
wirtschaftlichen Interessen geprägt. So lenken die reichen Venezianischen
Kaufleute die Kreuzfahrer geschickt nach Konstantinopel, wo sie
1204 ein unbeschreibliches Blutbad anrichten. Dieses ist so gräulich, dass
sogar Papst Innozenz III. den Kirchenbahn über alle Beteiligte ausspricht.
Aber darum schert man sich wenig. Graf Balduin von Flandern ernennt
Heinrich von Ulmen zum „praefectus imperatoris“ ( Stadtkommandanten ) von
Konstantinopel. Er bringt unermessliche Schätze mit nach Hause, die er
überwiegend dem Kloster Stubben an der Mosel schenkt, wo seine Schwester
Vorsteherin ist.
1228 zeiht es Heinrich im Alter von 50 Jahren ein zweites mal ins
Morgenland. Er gerät in Gefangenschaft, kommt aber 1209 wieder frei und
kehrt in die Heimat zurück.
1292 entsteht die Niederburg.
Im 14. Jh. betätigen sich die Herren von Ulmen als Raubritter, was nicht
ohne folgend bleibt. Die Erzbischöfe von Trier ( Balduin von Luxembourg )
und Köln ( Wilhelm von Gennep ) verbünden sich und nehmen die Burg ein.
Sie ist fortan geteiltes Lehensgut beider Erzbistümer. Die Ulmer dürfen
Ihre Burg aber weiter als Amtmänner verwalten.
1490 ist das „Schloß Ulmen“ gänzlich Kurtrierisches Lehen.
1508 geht die Burg an die Hauste von Ulmen über.
Anfang des 17. Jh. stirbt das Geschlecht der Hauste von Ulmen aus. Ober-
und Unterburg verwahrlosen zusehens.
1625 werden die Anlagen an die Herren von Wiltberg verlehnt. Unter diesen
setzt nochmals eine rege Bautätigkeit ein.
1679 und 1689 zerstören franz. Truppen die Burg. Beide male werden Teile
der Anlage wieder hergestellt.
1736 setzt man nochmals den Schlossturm instand.
1822 erfolgen Versteigerung, Abriß und Verfall.
1852 bedient sich die Gemeinde des Steinmaterials.
1913 wir die Ruine unter Denkmalschutz gestellt.
1944 wird das 1615 gebaute kurtrierische Amtshaus ein Opfer des
Bombenhagels der Alliierten.
1958 setzen erste Restaurierungsarbeiten an der Ruine ein.
1967 – 1969 finden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.
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